• Artefakte erzählen Podcast

    #30: Weltwunder 1 von 7 – Das ursprüngliche Mausoleum

    Heute beginnen wir mit einer Serie über die 7 Weltwunder der Antike und schauen für das erste Beispiel in die heutige Türkei nach Bodrum. Es gibt dort zwar ein Freilichtmuseum, wo noch ein paar Reste zu sehen sind – der Großteil ist aber (wieder einmal) im British Museum in London. Wir reden über König Maussollos und seinen Grabtempel, der namensgebend für alle späteren oberirdischen Grabdenkmäler geworden ist.

    Hier findet ihr den Teil der Amazonomachie, den wir in der Folge näher besprechen: https://www.britishmuseum.org/collection/image/540062001 (© The Trustees of the British Museum)

    Alle Funde aus Halikarnassos (engl. Halicarnassus), die heute im British Museum (London) sind: https://www.britishmuseum.org/collection/search?keyword=Halicarnassus

    Literaturtipp: *W. Hoepfner, Halikarnassos und das Maussolleion. Die modernste Stadtanlage und der als Weltwunder gefeierte Grabtempel des karischen Königs Maussollos (Darmstadt 2013)

    Und wieder einmal danke an Senta für das Sprechen des Zitats!

    Hochgeladen am 18.10.2021.

    #29: ARE YOU NOT ENTERTAINED? – oder: Wieso „Gladiator“ so ein historischer Verhau ist

    *SPOILER*: Kaiser Marc Aurel und die Republik – Das statuarische Aussehen von Kaiser Commodus – Aufgeteilte Senatoren!

    Das sind nur ein paar der Themen, die in dieser Folge angesprochen werden. Wie man unschwer erkennen kann, geht es um einen der berühmtesten Blockbuster-Sandalenfilme: „Gladiator“ von Ridley Scott (2000). Was an dem Film historisch akurat ist (kurzer Teil) und was nicht (langer Teil), erfahrt ihr heute von uns.

    Außerdem sprechen wir über Gladiatoren, deren Ernährung und Lebenserwartung.

    Eine Charakterisierung von Frauen anhand von Gladiatorentypen findet sich in Artemidors „Traumbuch“ (1. Hälte 2. Jh. n. Chr.) (hier zitiert nach dem Buch von Ch. Mann, siehe unten, S. 52-53): „Ich habe häufig die Erfahrung gemacht, dass dieses Traumgesicht [d.h. der Traum, als Gladiator zu kämpfen] die Ehe mit einer Frau voraussagt, die so geartet ist wie die Waffen, die man führt, oder wie der Gegner, mit dem man zu kämpfen glaubt. … Ist der Gegner ein thraex, wird man eine reiche, durchtriebene und geltungssüchtige Frau heiraten; eine reiche, weil jener durch seine Rüstung gedeckt ist, eine durchtriebene wegen des Krummsäbels, eine geltungssüchtige, weil er angreift. Kämpft man mit einem murmillo, so wird man eine Frau bekommen, die schön, ziemlich reich, treu, haushälterisch und dem Mann zu Willen ist. Denn der murmillo weicht zurück und ist gedeckt, auch ist seine Ausrüstung schöner als die erstere. Hat man es mit einem secutor zu tun, wird man eine Frau heiraten, die zwar schön und reich ist, die aber auf ihren Reichtum sich etwas zugutehält, deswegen ihren Mann verachtet und ihm viel Ärger bereiten wird; denn der secutor verfolgt immer. Sieht man sich einem retiarius gegenüber, wird man eine bettelarme, liebestolle Gassendirne ehelichen, die sich jedem Liebhaber an den Hals wirft. Ein eques prophezeit ein reiches, aus gutem Haus stammendes Frauenzimmer, das jedoch wenig Verstand hat. Der essedarius bedeutet ein träges und stumpfsinniges, der provocator ein schönes und liebenswürdiges, doch dreistes und liebestolles Weibsbild. Der dimachairos und der sogenannte arbelas bezeichnen eine Giftmischerin oder sonst ein bösartiges oder hässliches Weib. Diese Ausführungen schreibe ich nicht in gutem Glauben, noch aufgrund von Überlegungen, die von der Wahrscheinlichkeit ausgehen, sondern aus reiner Erfahrung, die mich vielfach lehrte, dass die Träume jeweils so ausgehen.“

    Literaturtipp: Ch. Mann, Die Gladiatoren (München 2013)

    We hope you were entertained!

    Hochgeladen am 04.10.2021.

    #28: Das Gefäß geht so lang zum Herd bis es bricht – Eine keramische Entdeckungsreise mit Johanna Kraschitzer

    We proudly present: Johanna Kraschitzer! Unser heutiger Gast erzählt uns viel Spannendes und Nützliches über neuzeitliche Keramik, aber auch darüber, wie keramisches Fundmaterial bearbeitet wird, damit es publiziert werden kann.

    Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf einer Keramikart aus Kärnten, der sog. karbonatgemagerten Schwarzhafnerware, die so qualitätvoll war, dass steirische Hafner sehr neidig geworden sind. Und was dann geschah – Drama, Baby, Drama!

    Beispiel für Beleuchtungspositionen bei Objektphotographie (Fotos: J. Kraschitzer):

    Utensilien fürs Keramikzeichnen: Bleidraht, Schiebelehre und Profilkamm (Foto: J. Kraschitzer):

    Beispiel für die Umzeichnung eines Kruges (Zeichnung: J. Kraschitzer):

    Literaturtipp: * J. Kraschitzer, Karbonatgemagerte Lavanttaler Schwarzhafnerware – Eine Kärntner Keramikart in der Steiermark. BMÖ Beiheft 10. Wien. ÖGM. 2019.

    Vielen Dank an Johanna für das Interview!

    Hochgeladen am 06.09.2021.

    #27: Von Troja nach Moskau – Der weite Weg des Schatz des Priamos

    From Russia with Love – damit könnte man übertiteln, was sich 1994 im Puschkin-Museum ereignet hat. Wir schauen uns in dieser Folge an, wie es soweit gekommen ist, dass einer der berühmtesten Fundkomplexe aus der heutigen Türkei, mit Stationen in halb Europa, schließlich in Moskau gelandet ist (nämlich wirklich!).

    Da darf dann natürlich auch eine Kurzbiographie seines Finders, Heinrich Schliemann, nicht fehlen (die ja auch nicht ganz so astrein ist).

    Kopie des Kleinen Diadems aus dem sog. Schatz des Priamos, Neues Museum, Berlin (Foto: A. Schneider, 2016) :

    Literaturtipps: * K. Akinscha, G. Koslow: Beutekunst. Auf Schatzsuche in russischen Geheimdepots (München 1995)

    * I. Antonowa, W. P. Tolstikow, M. J. Trejster, Der Schatz aus Troja. Schliemann und der Mythos des Priamos-Goldes. Übers. aus dem Russischen: Vh. König, Ausstellungskatalog Puschkin-Museum Moskau 1996/97 (Stuttgart 1996)

    Vielen Dank an Stefan für das Sprechen des Zitats!

    Hochgeladen am 23.08.2021.

    #26: Party like an Etruscan – mit allem, was dazu gehört!

    Dieses Mal sind wir zu Besuch bei den Party People der Antike – den Etruskern! Wir schauen uns an, was sie so alles gegessen und getrunken bzw. noch so auf ihren Festln getrieben haben (was nicht immer ganz jugendfrei war).

    Und irgendwie gibt es viele (gesprochene) Filmzitate. Und schon wieder eine Gesangspassage… .

    Eine große Anzahl an Abbildungen, eine (französischsprachige) Beschreibung des Grabes und weiterführende Literatur findet ihr hier: http://icar.huma-num.fr/web/en/icar/support/267.

    Herkunftsnachweis für das Logobild: Von Wolfgang Sauber – Eigenes Werk, CC-BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=64330650

    Vielen Dank an Martin für das Sprechen des Zitats!

    Hochgeladen am 09.08.2021.

Wir sind jetzt auf Wisspod!

Wissenschaftspodcasts, zu denen Artefakte erzählen ja auch gehört, sind eine tolle Möglichkeit, sich verschiedene wissenschaftliche Themen einzuverleiben. Wir produzieren ja nicht nur einen Podcast, sondern wir hören sie ja auch gerne.

Wo und wann wir Podcasts hören:
  • beim Geschirrspüler ausräumen
  • beim spazieren gehen
  • unterwegs zur Arbeit
  • gemütlich auf dem Sofa
  • beim kreativ sein
  • zur Inspiration
  • zur Motivation
  • auf dem PC
  • über Spotify
  • an einem schlechten Tag
  • an einem guten Tag
  • (diese Liste könnte endlos weitergehen)
Wisspod Logo

Es gibt aber so viele Podcasts. Wie wir die richtigen Podcasts für uns finden?

Wir schauen gerne die Liste mit Kategorien auf WissPod durch und suchen uns eine Wissenschaftspodcast aus, das uns thematisch anspricht. Man interessiert sich z.B. für Archäologie? (zwinker, zwinker) Unter der Kategorie „Archäologie“ Podcast sind wir jetzt auch zu finden. 🥳

Unsere Empfehlung: vorbei schauen, Thema wählen, Podcast aussuchen und Play drücken.

Viel Spaß beim Wissen aufsaugen! Susanne und Natascha

Happy International Podcast Day!

Während Radios, Fernseher und Co eher berieseln und Hintergrundgeräusche produzieren, landen Podcasts direkt in meinem Ohr. Sie werden einfach ganz anders konsumiert, weil sie viel persönlicher sind. Kopfhörer auf und Wissen rein!

Deshalb lieben wir Podcasts. Alles Gute zum internationalen Podcasttag!

Unsere Lieblingspodcasts sind:

Zeitsprung die beiden sympathischen Hosts erzählen uns jede Woche eine Geschichte aus der Geschichte

http://ohwitchplease.ca/ der mit Abstand beste Harry Potter Podcast! Zwei aufgedrehte Kanadierinnen beleuchten die Buch- und Filmserie aus einer ganz neuen Perspektive.

The Anthropocene Reviewed der Autor John Green bewertet Dinge des Anthropozän auf einer fünf Sterne Skala.

Was sind eure Lieblingspodcasts?

Hallo, das sind wir…

…die Gesichter hinter den Stimmen.
Susanne

Wäre da nicht das im Garten vergrabene Wikingerschiff gewesen, hätte Susanne wahrscheinlich Astronomie studiert – oder wäre Automechanikerin geworden. Stattdessen hat sie sich für das Ausgrabungsgewerbe entschieden (auch wenn das im Nachhinein finanztechnisch die schlechtere Wahl gewesen ist). Spezialisiert auf provinzialrömische Archäologie mit gelegentlichen Ausritten in die Völkerwanderungszeit, versucht sie immer wieder, nerdige Hobbies mit dem Beruf zu verbinden. Und ja, sie besitzt auch Hut und Peitsche!

Natascha

Neugier ist der Katze Tod, sagt man. Doch soweit geht es Natascha noch sehr gut. Vielleicht hat sie ja neun Leben. Und neugierig stürzt sie sich gern in neue Abenteuer und Interessen, wenn sie die Zeit dazu findet. Denn neben dem Übersetzen, Tanzen, Malen und Tagträumen hat sie ein neues Opfer gefunden, dem sie alle ihre Fragen zur neuesten Thematik, die sie gerade beschäftigt, stellen kann. Nur gut, dass zufällig ein Mikro daneben gestanden ist und man sich jetzt das Gespräch in einem Podcast anhören kann…