• Artefakte erzählen

    #47: Following the Queen of the Desert – Auf den Spuren von Gertrude Bell

    Tochter aus reichem Hause, Reiseschriftstellerin, Fotografin, Diplomatin, Archäologin, Spionin – all das sind Bezeichnungen, die unser heutiges Thema beschreiben: Gertrude Bell (1868-1926).

    Wir begleiten sie auf ihren Reisen durch den Nahen Osten, auf denen sie ihre Leidenschaft für die Archäologie entdeckt (obwohl sie eigentlich „nur“ Geschichte in Oxford studiert hat), stellen ein paar ihrer archäologischen Kontakte vor und sprechen über die Fotografien und Aufzeichnungen, die sie über archäologischen Stätten hinterlassen hat.

    T. E. Lawrence kommt auch kurz vor.

    Hier geht es zum Gertrude Bell Archiv der Universität Newcastle.

    Gertrude Bell 1909 auf ihrer Reise durch Mesopotamien (Abbildungsnachweis: By Unknown author – picture copied from the Gertrude Bell Archive [1], Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1178123)

    Tell Ahmar, Teil der hethitischen Stele (Abbildungsnachweis: Von Gertrude Bell – gertrudebell.ncl.ac.uk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=54678349)

    Tell Ahmar, Panoramablick auf die Siedlung 1909 (Abbildungsnachweis: Von Gertrude Bell – gertrudebell.ncl.ac.uk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=54678103)

    Teilnehmer (+ Teilnehmerin) der Kairo Konferenz 1921 (Abbildungsnachweis: Von Autor/-in unbekannt – The letter of Gertrude Bell in two volumes.II, Ernest Benn, published 1927. p.590., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19495484)

    Literaturtipp: *L. Cooper, In Search of Kings and Conquerors. Gertrude Bell and the Archaeology of the Middle East (London 2016)

    *Comics über Gertrude Bell

    *Bücher bei Projekt Gutenberg von Gertrude Bell

    Vielen Dank an Gertrude Bell für ihre Einschätzung zu dem, was eine Archäologin ausmacht!

    Hochgeladen am 09.08.2022.

    #46: Das Grab von Tournai – und Childerichs Zahn

    Unser heutiger Ausflug führt wieder in die Völkerwanderungszeit. Wir besuchen ein Grab in Tournai (heutiges Belgien), das es heute nicht mehr gibt – genausowenig wie den Großteil der Funde daraus. Und doch wissen wir sehr viel über diese und ihren ehemaligen Besitzer, den Frankenkönig Childerich (437-481).

    Außerdem klären wir, was der Frankenname bedeutet, wie scharf eine Franziska ist und welche verschiedenen Kulturen Childerich für seine Grabausstattung beeinflusst haben.

    Link zur Publikation von Jean-Jacques Chifflet (1655)

    Childerichs Siegelring (Abbildungsnachweis: Von Autor/-in unbekannt – Gallica, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1756524)

    Umzeichnung der „Bienen“/Zikaden aus Chifflets Buch (Abbildungsnachweis: Von Jean Jacques Chifflet – Chifflet, Jean Jacques (1655) (latin) Anastasis Childerici I Francorum regis, siue thesaurus sepulchralis tornaci neruiorum effossus, & commentario illustratus, ex Officina Plantiniana Balthasaris Moreti, S. 322 OCLC: 2178983., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=59700602)

    2 der „Bienen“/Zikaden (Abbildungsnachweis: Von Autor/-in unbekannt – Dieses Bild stammt aus der Digitalen Bibliothek Gallica und ist verfügbar unter der ID btv1b7700172d, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16407629)

    Jean-Auguste-Dominique Ingres, Napoleon im Krönungsornat, 1806 (Abbildungsnachweis: Von Jean-Auguste-Dominique Ingres – http://napoleonbonapart.hit.bg/index.htm., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=130640)

    Literaturtipp: *Reiss–Museum Mannheim (Hrsg.), Die Franken. Wegbereiter Europas. Vor 1500 Jahren: König Chlodwig und seine Erben, Katalog–Handbuch in zwei Teilen (Mainz 1996)

    Wieder danke an Markus für das Sprechen des Zitats!

    Hochgeladen am 25.07.2022.

    #45: Bunt trieben sie es in der Antike, oder: Die blauen Augen der Perser am Alexandersarkophag

    Dass die Antike gar nicht grau (oder vielmehr weiß) war, darüber reden wir in der heutigen Folge. Blaue Löwenmähnen, blaue Augen und rote Brusthaare – um nur ein paar der Farben zu nennen. Wir stellen ein paar der antiken Texte, die sich mit den Farben der Statuen befassen, ebenso vor wie naturwissenschaftliche Untersuchungen zur antiken Polychromie.

    Und am Ende geht es noch um einen der schönsten antiken Sarkophage: den Alexandersarkophag (nein, er lag da nicht drinnen!).

    Cover: Von Patrick Denker – Diese Datei ist ein Ausschnitt aus einer anderen Datei, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=74485092

    Verlinkung „Bunte Götter – Golden Edition“

    Der Alexandersarkophag im Archäologischen Museum in Istanbul (Fotonachweis: Von Kingbjelica – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=86421523)

    Langseite A: Schlacht von Issos(?) (Fotonachweis: Von Rijksmuseum – http://hdl.handle.net/10934/RM0001.COLLECT.596770, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=85804723)

    Langseite B: Löwenjagd (Fotonachweis: Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=67486563)

    Schmalseite C mit Giebel: Schlacht von Gaza(?), darüber Ermordung des Perdiccas(?) (Fotonachweis: Von Javier Losa – PB076010raw, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=61943774

    Farbige Rekonstruktion von Schmalseite C (Fotonachweis: By derivative work: User:G.dallorto (talk)NAMABG-Colored_Alexander_Sarcophagus_1.JPG: Marsyas – This file was derived from: NAMABG-Colored Alexander Sarcophagus 1 retouched.JPG, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=74435450)

    Schmalseite D mit Giebel: Pantherjagd, darüber Schlacht des Abdalymnos(?) (Fotonachweis: Von G.dallorto – Eigenes Werk, CC BY-SA 2.5 it, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=883699)

    Literaturtipps: *V. von Graeve, Der Alexandersarkophag und seine Werkstatt, Istanbuler Forschungen 28, Berlin 1970

    *K. Schefold, Der Alexander-Sarkophag, Berlin 1968

    Vielen Dank an Senta für das Zitat und das Thema!

    Hochgeladen am 12.07.2022.

    #44: Wie aus Octavian Augustus wurde, oder: The King of Familiy Drama

    Unser heutiges Thema behandelt Augustus (63 v. Chr. – 14 n. Chr.) auf seinem nicht friktionsfreien Weg von Gaius Octavius dem Jüngeren zum ersten römischen Kaiser. Bei all dem politischen und kriegerischen Geplänkel kommt aber auch sein Privatleben nicht zu kurz – inkl. dreier Ehefrauen, einer oft verheirateten Tochter und Schwiegervater/Schwager Marcus Antonius. Aber irgendwie sind die Verwandtschaftsverhältnisse in der iulisch-claudischen Dynastie sowieso dazu geeignet, jeden Studierenden der Altertumswissenschaften in den Wahnsinn zu treiben… .

    Statue des Augustus aus der Villa der Livia von der Via Labicana, heute Rom, Museo Nazionale, Palazzo Massimo (Foto: A. Schneider 2011)

    Literaturtipps: *Augustus, Res gestae. Tatenbericht. Lateinisch/Griechisch/Deutsch, Übers., komm. und hrsg. v. M. Giebel, Reclams Universal-Bibliothek 9773 (Stuttgart 2007)

    *E. Baltrusch – Ch. Wendt (Hrsg.), Der Erste. Augustus und der Beginn einer neuen Epoche, Zaberns Bildbände zur Archäologie (Darmstadt 2016)

    *P. Zanker, Augustus und die Macht der Bilder, 4. Auflage (München 2003)

    Vielen Dank an Sueton (70-122 n. Chr.) für die Überlieferung der letzten Worte von Augustus (wie er das wohl gemacht hat?)!

    Hochgeladen am 13.06.2022.

    #43: Weltwunder 3 von 7: By the Walls of Babylon

    Gestatten: Nimit-Enlil und Imgur-Enlil, die Stadtmauern Babylons! Wieso diese zu den ursprünglichen 7 Weltwunder gezählt haben, darüber sprechen wir in der heutigen Folgen. Warum sie es nicht mehr sind – das stellen wir zur Diskussion.

    Außerdem stellen wir eines der Tore, dasjenige der Ischtar, näher vor. Und wir reden über Zahlenangaben bei Herodot, Schäden, die die US-Army in Babylon angerichtet hat, und (kurz) das Colosseum.

    Neubau der Mauern in Babylon (Zustand 2001) (Abbildungsnachweis: Von Mehlauge – eigenes Archiv, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=69781074)

    Modell des Ischtar-Tores und der Prozessionsstraße (Abbildungsnachweis: Von Gryffindor – Eigenes Werk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2923298)

    Ischtar-Tor im Berliner Pergamonmuseum (Abbildungsnachweis: Von LBM1948 – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=88944304)

    Literaturtipps: *R. Koldewey, Das wieder erstehende Babylon. Die bisherigen Ergebnisse der deutschen Ausgrabungen, Sendschrift der Deutschen Orient-Gesellschaft 6 (5. Auflage Leipzig 1913)

    *K. Brodersen, Die sieben Weltwunder. Legendäre Kunst- und Bauwerke der Antike, Beck’sche Reihe Wissen 2029 (8. Auflage München 2008)

    *SMB-digital

    Vielen Dank an Boney M. für den Ohrwurm!

    Hochgeladen am 30.05.2022.